23. Fachtagung Gebäude energetisch optimieren

Architektur und Energie
Di., 25. Februar 2020 9:00 bis 17:10 Uhr, Stadthalle Eckernförde


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Rückblick 22. Fachtagung am 28. März 2019
Schwerpunkte: Gebäude für die Zukunft, Solare Energieversorgung von Wohngebäuden, Monitoring einer PH Schule, Beispiele aus Skandinavien, Sanierung eines Denkmals, Energetische Auf- und Umbauten




Programm: Donnerstag, 28.03.2019
9:00 Uhr Sören Vollert, Dipl.-Ing.
KAplus Eckernförde
Begrüßung - Organisation
09:00 bis 09:10 Uhr Tobias Goldschmidt, Staatssekretär
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,
Umwelt, Natur und Digitalisierung S-H
Grußwort
09:10 bis 09:20 Uhr Christian Schmieder, Dipl.-Ing. Architekt BDA, Kiel
Landesvorsitzender BDA Schleswig-Holstein
Grußwort
09:20 bis 10:00 Uhr Prof. Jörg Probst, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing.
Menschen und Unternehmen GmbH,
Gescher
Zeitgenossenschaft: Orientierungsversuche im Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
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Pause / Ausstellung
10:45 bis 11:25 Uhr Franziska Bockelmann, Dipl.-Ing.
Steinbeis-Innovationszentrum energie+,
Braunschweig
Solare Energieversorgung von Wohngebäuden
Ergebnisse des Forschungsprojektes SolSys
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11:25 bis 12:05 Uhr Jürgen Wrede, Dipl.- Ing. Architekt BDA Stadtplaner SRL
PASD Feldmeier Wrede Architekten BDA
Stadtplaner SRL, Hagen
Sanierung Rathaus Bottrop
Historisches Denkmal von 1878 / 1913-16
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Mittagspause / Ausstellung
13:35 bis 14:15 Uhr Prof. Dr.-Ing. Kati Jagnow
Hochschule Magdeburg/Stendal
Minimal- bis Maximalmonitoring
Kosten und Erkenntnisgewinn am Beispiel einer Passivhausschule
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14:15 bis 14:55 Uhr Lars Schäfer,
CEBRA, Aarhus Dänemark
Pragmatische Baukunst
Architektonische Qualität und kontextbezogene Nachhaltigkeit
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Pause / Ausstellung
15:40 bis 16:20 Uhr Laura Fogarasi-Ludloff, Dipl.-Ing. Architektin BDA
Ludloff Ludloff Architekten BDA, Berlin
Das Haus als Botschafter
SOS-Kinderdorf, Bildungs- und Begegnungszentrum
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16:20 bis 17:00 Uhr Hauke Kraß, Dipl.-Ing. Architekt BDA
Prof. Tobias Mißfeldt, Dipl. Ing. Architekt BDA M.A. Städtebau
Mißfeldt Kraß Architekten BDA, Lübeck
An-, Auf- und Umbauen
Sanierung und Erweiterung der Ärztekammer S-H und weitere Beispiele
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ab 17:00 Uhr Schlusswort
+ Besuch der Ausstellung
ab 17:15 Uhr Apéro im Kulturdenkmal Spieker Wir laden Sie
zum Ausklang der Tagung ein.
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Vortragsinhalte:
Vortrag 1:
Zeitgenossenschaft: Orientierungsversuche im Bereich Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Prof. Jörg Probst, Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing., Menschen und Unternehmen GmbH, Gescher
Moderne Nachhaltigkeit geht über die reinen Methoden und Werkzeuge hinaus, sie gründet auf einer kulturellen Entwicklung, einer Klimakultur. So entstehen Berufsbilder, Projekte und Strukturen zwischen neuen Fragen und Antworten und führen zu einer lebendigen Entwicklung.


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Vortrag 2:
Solare Energieversorgung von Wohngebäuden
Ergebnisse des Forschungsprojektes SolSys
Franziska Bockelmann, Dipl.-Ing., Steinbeis-Innovationszentrum energie+, Braunschweig
In aktuell am Markt realisierten Versorgungskonzepten werden Lösungen für Strom und Wärme in der Regel separat voneinander betrachtet. Insbesondere strombasierte Versorgungskomponenten treten dabei kaum in Wechselwirkung mit den am Gebäude vorhandenen thermischen oder gar solaren Potentialen. Im Projekt SolSys werden auf Solarenergie basierende Versorgungssysteme für Wohngebäude unter einer integralen Betrachtung von Strom und Wärme analysiert und auf deren Zukunftsfähigkeit hin untersucht.
Auf Basis der sechs im Monitoring messtechnisch detailliert untersuchten Wohngebäuden werden solarbasierter Wärme- und Stromversorgungskonzepte entwickelt und mittels detaillierter gekoppelter numerischer Simulationen untersucht.
Das Ziel sind Empfehlungen zur Umsetzung der Energiekonzepte herauszugeben hinsichtlich der Bewertungskriterien Erhöhung des solaren Deckungsanteils, Reduzierung der Treibhausgasemissionen als auch der Wirtschaftlichkeit.


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Vortrag 3:
Sanierung Rathaus Bottrop
Historisches Denkmal von 1878 / 1913-16
Jürgen Wrede, Dipl.- Ing. Architekt BDA Stadtplaner SRL, PASD Feldmeier Wrede Architekten BDA Stadtplaner SRL, Hagen
Das Rathaus Bottrop wurde in den Jahren 1877/78 und 1913-1916 errichtet und war bis auf eine Reparatur des mittleren Dachstuhls nach Schäden im 2. Weltkrieg bisher unsaniert. Eine Sanierung des historischen Gebäudes war daher dringend notwendig.
In einer geschätzten Bauzeit von 1,5 Jahren sollen die Dach- und Kellerdecken eingedämmt werden. Die Heizungsanlage, Stromleitungen, Wasser- und Abwasserrohre fallen ebenso unter die Erneuerungen wie die zum Teil noch einfach verglasten Fenster. Es wird davon ausgegangen, dass die energetischen Sanierungen Einsparungen bis zu 40 % des Energieverbrauchs bringen.
Das Rathaus soll nach der Sanierung im Innern modern sein, aber immer noch die historische Ausstrahlung besitzen. Deshalb werden in Abstimmung mit dem Denkmalamt die großflächigen Holzvertäfelungen sorgsam abgebaut, eingelagert und nach der Bauzeit wieder angebracht.


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Vortrag 4:
Minimal- bis Maximalmonitoring
Kosten und Erkenntnisgewinn am Beispiel einer Passivhausschule
Prof. Dr.-Ing. Kati Jagnow, Hochschule Magdeburg/Stendal
Die zweizügige St. Franziskus-Grundschule in Halle (Saale) ist nahezu vollständig in Holzbauweise errichtet und erfüllt den Passivhausstandard. Sie wurde 2014 in Betrieb genommen. Die Schule nutzt einen Erdreich-Wärmeübertrager zur Luftvorwärmung, Solarthermie, Photovoltaik und Regenwasser. Zwischen 2013 und 2018 wurde die Schule in einem Monitoring umfassend untersucht, das energetische Grundkonzept bewertet sowie nachahmenswerte Komponenten und Ideen identifiziert.
Der Vortrag stellt wesenliche Ergebnisse aus dem Monitoring vor und gibt in diesem Zusammenhang auch an, mit welchem Messtechnik- und Personalkostenaufwand die Erkenntnisse gewonnen werden konnten.


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Vortrag 5:
Pragmatische Baukunst
Architektonische Qualität und kontextbezogene Nachhaltigkeit
Lars Schäfer, CEBRA, Aarhus Dänemark
Ausgewählte Beispiele zeigen, wie das dänische Architekturbüro CEBRA einen holistischen Ansatz zur Nachhaltigkeit mit hohen Ansprüchen an die gestalterische Qualität vereint. Dieser Ansatz beruht auf der Überzeugung, dass dieselben Mittel, die bemerkenswerte Architektur schaffen, zugleich den erlebten Wert für Nutzer und Umgebungen eines Gebäudes verbessern sowie die Umwelteinwirkung minimieren können.
Ein spezielles Augenmerk richtet sich dabei auf die soziale Nachhaltigkeit anhand einer Architektur, die im spezifischen Standort, der lokalen Kultur und den Menschen, die ihre Zeit im und um das Gebäude herum verbringen werden, verankert ist.


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Vortrag 6:
Das Haus als Botschafter
SOS-Kinderdorf, Bildungs- und Begegnungszentrum
Laura Fogarasi-Ludloff, Dipl.-Ing. Architektin BDA
Ludloff Ludloff Architekten BDA, Berlin
Das neue SOS-Bildungs- und Begegnungszentrum ist ein offenes Haus, das sich mit ortsgebundenen Angeboten an den Sozialraum Moabit wendet. Das Haus wirkt weit über seine örtliche Ausstrahlung hinaus als Kommunikationsplattform, um Öffentlichkeit, Fachöffentlichkeit und Politik schwellenlos zu integrieren und für soziale Themen zu sensibilisieren.
Das Haus ist ein Botschafter, in dem man sich in Anerkennung und auf Augenhöhe begegnen wird. Gleichzeitig versteht sich das Haus als Schutzraum, in dem Bildung und Ausbildung ihren Platz finden und der hilft, stark zu werden, um an der Gesellschaft gestaltend teilzuhaben.
Das neue SOS-Bildungs- und Begegnungszentrum will diesem Prozess der Integration und dem Ringen nach sozialer Gestaltung einen sichtbaren Ort geben.
(Foto: Werner Huthmacher)


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Vortrag 7:
An-, Auf- und Umbauen
Sanierung und Erweiterung der Ärztekammer S-H und weitere Beispiele
Hauke Kraß, Dipl.-Ing. Architekt BDA, Prof. Tobias Mißfeldt, Dipl. Ing. Architekt BDA M.A. Städtebau
Mißfeldt Kraß Architekten BDA, Lübeck
Die aufgezeigten Beispiele zeigen den vielfältigen Umgang mit dem vorgefundenen Baubestand aus verschiedensten Entstehungsjahren und Zusammenhängen. Triviales wurde durch Umbau in Hochwertiges verwandelt (z.B. vom Schweinestall zum Wohnhaus), Hochwertiges durch Anbau in die Jetztzeit gerückt (Fährhaus Rothenhusen) und zu klein Gewordenes durch Aufbau wieder funktionsfähig gemacht (Ärztekammer SH).
Eine neue Identitätsstiftung war immer das erklärte Ziel. Dabei wurde stets versucht eine hohe Deckungsgleiche von funktionalen, konstruktiven und gestalterischen Aspekten zu erzielen.


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Apéro im Kulturdenkmal Spieker
Im Anschluss an die Tagung laden wir Sie zu einem Ausklang in den Spieker in der Langebrückstraße 34 ein. Hier besteht die Möglichkeit, den Gedankenaustausch zu vertiefen.
Der Spieker befindet sich direkt am Hafen, ca. 500 Meter vom Tagungsort entfernt.


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Organisation / Durchführung: KAplus - Ingenieurbüro Vollert - www.kaplus.de