23. Fachtagung Gebäude energetisch optimieren

Architektur und Energie
Di., 25. Februar 2020 9:00 bis 17:10 Uhr, Stadthalle Eckernförde


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Rückblick 9. Fachtagung am 9. September 2005
Schwerpunkte: EU Energieeffizienzrichtline, Nichtwohngebäude, Energiekonzepte auf dem Prüfstand

Programm: Freitag, 09.09.2005
09:00 bis 9:05 Dipl.-Ing. Vollert, Eckernförde Begrüßung - Organisation
09:05 bis 9:20 Jost de Jager
Staatssekretär MWV S.-H.
Grußwort
09:20 bis 09:55 Prof. Dr.-Ing. Linden, FH Kiel Ökologisch orientiertes Bauen - Anforderungen an Baustoffe
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Pause
10:30 bis 11:05 Dipl.-Ing. Architekt Plesser, TU Braunschweig EU-Energieeffizienzrichtlinie - Wird die integrale Planung 2006 zum Standard?
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11:05 bis 11:40 Dipl.-Ing. Architekt Zimmer, Darmstadt Produktions und Verwaltungsgebäude SurTec im Passivhaus-Standard
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11:40 bis 12:15 Dipl.-Ing. Architekt BDA Riecks, Bochum Energieoptimierter Gewerbebau - Realisierte Projekte
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Pause
13:25 bis 14:00 Dipl.-Ing. Architekt Bremer, TU Braunschweig Forschungsprojekt EVA - Evaluierung von Energiekonzepten
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14:00 bis 14:35 Umweltingenieur Büttner, Lübeck Entwicklung von Wohn- und Arbeitsprojekten
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14:35 bis 15:10 Dipl.-Ing. Architekt Reinig, Hamburg Das Passivhaus in der Praxis - Erfahrungsbericht über Planung und Bauausführung von Passivhäusern im Geschosswohnungsbau
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Pause
15:40 bis 16:15 Dipl.-Ing. Architekt Grobe, Ottbergen Einsatz der Vakuumdämmung am Gebäude - Neue Möglichkeiten zur Erzielung schlanker Aufbauten
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16:15 bis 16:50 Prof. Dipl.-Ing. Gabriel, Oldenburg Weniger Energie ist mehr Komfort - Strategien und Praxisbeispiele zum energieminimierten Bauen
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Ende 17:00 Uhr
Änderungen vorbehalten
Dipl.-Ing. Siegmon, SWE Schlusswort
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Vortragsinhalte:
Prof. Dr.-Ing. W. Linden
Institut für Baustofftechnologie
FH Kiel, FB Bauwesen
Eckernförde
Ökologisch orientiertes Bauen - Anforderungen an Baustoffe
Das Bauen und Wohnen verursacht einen erheblichen Ressourcen- und Energieverbrauch. Zusätzlich ergeben sich neben dem Anfall von Abfällen auch gravierende Auswirkungen auf die Umwelt (z.B. Treibhauseffekt), und es bestehen Gefahren für den Arbeiter und späteren Nutzer durch gesundheitsbelastende Baustoffe.
Ein Umdenken in Richtung "ökologisch orientiertes Bauen" ist daher notwendig. Die Ziele zukünftiger Bauweisen sind die Steigerung der Ressourceneffizienz, die Schließung von Stoffkreisläufen sowie die Verbesserung des Gesundheitsschutzes.
Der Einsatz umweltverträglicher, emissionsarmer Baustoffe, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe geringer Knappheit und recyclinggerechte Baustoffe und Konstruktionen sind neben anderen Bausteine des zukunftorientierten Bauens.


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Dipl.-Ing. Architekt S. Plesser
energydesign-braunschweig GmbH
Braunschweig
EU-Energieeffizienzrichtlinie - Wird die integrale Planung 2006 zum Standard?
Die Energieeinsparverordnung 2002 stellt ein Verfahren dar, mit dem der Jahres-Primärenergiebedarf von Gebäuden für Heizwärme einschließlich Trinkwarmwasser und Anlagenaufwand ermittelt wird.
Während die EnEV 2002 nur die Heizwärme einschließlich Hilfsenergie berücksichtigt, wird zurzeit die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz vorbereitet, nach der in entsprechender Weise zusätzlich der Stromverbrauch von Gebäuden bewertet und begrenzt werden soll. Die Umsetzung wird in Deutschland auf der Grundlage der DIN V 18599 erfolgen, die im Sommer 2005 vorgelegt wurde. Die entsprechenden Vorgaben für Anwendung und Grenzwerte werden in der EnEV 2006 festgelegt.


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Dipl.-Ing. Architekt M. Zimmer
Atelier für Architektur und Städtebau
Darmstadt
Produktions und Verwaltungsgebäude SurTec im Passivhaus-Standard
Das Gebäude in nördlicher Ortsrandlage der hessischen Kleinstadt Zwingenberg ist seit Juni 2000 neuer Stammsitz der Firma SurTec. Es ist ein Demonstrationsobjekt im Rahmen des Forschungsprogramms "Energieoptimiertes Bauen" kurz SolarBau, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.
Das Gebäude ist die erste Fabrik, die den wärmtechnischen Standard eines "Passivhauses" vorsieht. Der Jahresheizwärmebedarf ist mit 15 kWh/m2a projektiert. Das Raumprogramm des Gebäudes beinhaltet ein Hochregallager (1.500 m2) ebenso wie Labor- und Produktionsräume (1.600 m2), sowie Büro- und Konferenzräume (600m2). Die Planung als sogenanntes "Passivhaus" basiert auf der Überzeugung des Bauherrn durch den Architekten, dass ein hoher energetischer Standard ohne Mehrkosten erreicht werden kann.
Der Baukörper wird durch drei unterschiedlich gestaltete Gebäudeabschnitte mit dazwischenliegenden verglasten Räumen strukturiert: Zwischen Lager und Produktion befindet sich ein schmaler Lichtgang; den Bürotrakt trennt ein Atrium mit zentralen Erschließungsaufgaben von den Produktionsstätten. Die dreigeschossige Bauweise als Stahlbetonmassivbau bestimmt die Büros- und Lagerflächen, während Lager und Atrium die gesamte Gebäudehöhe eingeschossig nutzen.
Besonderheiten
Besondere Herausforderungen liegen bei einer an die Anforderungen eines Chemiebetriebs angepassten, energieeffizienten Lüftungstechnik, der Ausbildung von thermischen Zonen innerhalb des Gebäudes (Lager/Produktion/Atrium/Büro) sowie der wärmetechnischen Optimierung der Gebäudehülle. Besondere Innovationen bei den Maßnahmen zur Wärmedämmung sind der Einsatz von Vakuumdämmpaneelen als Türblätter und die im Rahmen des Projektes neu entwickelte Pfosten-/Riegelkonstruktion für das Atrium.
Quelle: SolarBau


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Dipl.-Ing. Architekt BDA D. Riecks
Banz + Riecks Architekten
Bochum
Energieoptimierter Gewerbebau - Realisierte Projekte
Projektportrait Solvis Braunschweig

Das neue Gebäude für rund 150 Mitarbeiter/ Innen beinhaltet die Produktion und Verwaltung der Firma Solvis. Der Bauherr ist Betreiber und Nutzer des Hauses. Die Planung ist Ergebnis eines eingeladenen Wettbewerbs, der im September 2000 stattfand. Das beauftragte Projektteam setzt sich aus Fachplanern mit gemeinsamer Projekterfahrung zusammen. Gebaut wurde in einem Industriegebiet im Norden von Braunschweig in unmittelbarer Nähe zum Mittellandkanal. Der rechteckige Baukörper wird äußerlich durch einen Innenhof und einige auskragende Bereiche gegliedert. Gruppenbüros und Aufenthaltsräume liegen über zwei Geschosse U-förmig um den Innenhof in der Mitte des Produktionsgebäudes. Auch der Schulungsbereich sowie der Forschungs- und Entwicklungsbereich befinden sich im Obergeschoss. Ein mittig im Gebäude liegender Gang erschließt Produktion und Büros. Markantes äußerliches Merkmal ist das außenliegende Stahltragwerk der Produktionshalle mit seinen großflächigen thermischen und photovoltaischen Solarsystemen.
Konsequent energiesparend geplant und gebaut soll der gesamte, noch verbleibende Primärenergiebedarf durch eine Kombination der Energiequellen Sonne und Biomasse gedeckt werden. In der Jahresbilanz ergibt sich damit die "Nullemissionsfabrik". Daraus entsteht eine unmittelbar messbare Zielvorgabe für die Betriebsphase des Gebäudes. Besondere planerische Herausforderung ist neben der komplexen Energieversorgung ein energiesparendes Lüftungskonzept für die Produktion unter Berücksichtigung der logistischen Anforderungen für den reibungsfreien Betriebsablauf. Ein ökologisches Sanitärkonzept, bei dem u.a. Vakuumtoiletten zur Reduktion des Wasserverbrauchs zum Einsatz kommen, zählt ebenso zu den technischen Besonderheiten wie die Vakuumwärmedämmung an Teilen der Fassaden.
Planungsteam und Bauherr erhielten:
2001 den "Innovationspreis für Architektur und Technik" der Internationalen Sanitär und Heizungsmesse ISH in der Kategorie "Heizung".
2002 den "Europäischen Solarpreis 2002"
2003 den "architecture & technology award 2003" und
2003 den "energyglobe 2003"
Quelle: SolarBau


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Dipl.-Ing. Architekt C. Bremer
Institut für Gebäude- und Solartechnik
TU Braunschweig
Forschungsprojekt EVA - Evaluierung von Energiekonzepten
Auf dem Prüfstand: Energieeffizienz und Nutzerkomfort innovativer Bürogebäude

Wie bewähren sich die Energiekonzepte innovativer Bürogebäude in der Praxis? Wird die angestrebte Energie- und Kosteneffizienz im Betrieb erreicht? Gewährleisten energieeffiziente Bürogebäude einen ausreichenden Komfort? Welche Erfahrungen haben Bauherrn, Betreiber und Nutzer mit Betonkerntemperierungen, Doppelfassaden und dezentraler Lüftungstechnik etc. gemacht?

Dies sind einige der Fragen, denen das IGS - Institut für Gebäude- und Solartechnik - im Fachbereich Architektur der TU Braunschweig auf den Grund geht. In den Forschungs- und Entwicklungsprojekten "EVA - Evaluierung von Energiekonzepten" und "TwinSkin - Doppelfassaden im Betrieb" werden die Energiekonzepte von 30 bis 35 Bürogebäuden im Vollbetrieb evaluiert und Optimierungspotenziale hinsichtlich Energieeffizienz, Betriebskosteneinsparungen und Nutzungskomfort aufgezeigt.
Qelle: IGS TU Braunschweig


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Umweltingenieur S. Büttner
CONPLAN GmbH
Lübeck
Entwicklung von Wohn- und Arbeitsprojekten
Die Projektentwicklung von CONPLAN knüpft an konkrete Standorte an, auf die CONPLAN von Interessenten, potentiellen Nutzerinnen und Nutzern oder den aktuellen Eigentümern (Private oder Kommunen) aufmerksam gemacht wird.
In der Regel werden die Projekte über Baugemeinschaften, in denen sich Familien, Einzelpersonen und Gewerbetreibende in Gemeinschaften zusammenschließen entwickelt, um kostengünstig und individuell gestaltet Wohnraum und Gewerbeflächen zu schaffen.
Gemeinsam planen, gemeinsam kaufen, gemeinsam errichten bzw. sanieren ermöglicht Chancen und bringt Synergieeffekte, die einzeln nicht zu erreichen sind. Die nachbarschaftliche Gemeinschaft entsteht schon im Planungs- und Baustadium und nicht erst beim Einzug, so dass eine starke Identifikation mit dem Projekt entsteht.
Der Vortrag wird aufzeigen, wie soziale und ökologische Ziele in realisierten Projekten erfolgreich umgesetz wurden.
Quelle: CONPLAN GmbH


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Dipl.-Ing. Architekt J. Reinig
Plan -R- Architektenbüro
Hamburg
Das Passivhaus in der Praxis - Erfahrungsbericht über Planung und Bauausführung von Passivhäusern im Geschosswohnungsbau
Mit der schnellen Verbreitung von Passivhäusern insbesondere auf der Ebene der Ein- und Zweifamilienhäuser hat sich die Industrie, insbesondere auf der mittelständischen Ebene, sehr schnell an die steigende Nachfrage nach passivhaustauglichen Fenstern oder hocheffizienten Lüftungsgeräten angepasst.
Viele dieser technischen Entwicklungen und Neuerungen lassen sich auch im Geschosswohnungsbau einsetzen. Dort jedoch, wo aus dem Geschosswohnungsbau oder aufgrund der um ein vielfaches höheren Lasten die bisherigen Entwicklungen nicht angewendet werden können, sind neue Lösungen gefragt. Passivhäuser erfordern konkrete Planung und verlässliche Abstimmung im feinsinnigen Zusammenspiel von Architektur, Tragwerksplanung und Energiekonzept. Neben dem großen Ganzen des Gebäudes in Hülle und Aussehen sind es insbesondere die Vielzahl an Details, die zur Vermeidung unkontrollierten Wärmedurchgangs an Bauteilübergängen überlegt und oftmals neu erdacht werden müssen.


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Dipl.-Ing. Architekt C. Grobe
Architekturbüro Grobe
Ottbergen
Einsatz der Vakuumdämmung am Gebäude - Neue Möglichkeiten zur Erzielung schlanker Aufbauten
Dem Architekten, insbesondere dem, der sich darauf spezialisiert hat ökologisch und ökonomisch verantwortungsvoll zu bauen, stehen grundsätzlich drei verschiedene Arten der Wärmeübertragung und damit des Energieverlustes vom Gebäudeinneren nach außen entgegen: Stoffliche Wärmeleitung, Konvektion und Strahlung. Es ist demnach nur logisch, einen Dämmstoff zu entwickeln und zu fördern, der hoch spezialisiert möglichst viele dieser Arten möglichst effizient verhindert: Vakuumdämmung. Da im Inneren, mit Ausnahme des extrem porösen Füllmaterials praktisch keine Moleküle mehr vorhanden sind, kann auch keine Wärmeübertragung durch stoffliche Wärmeleitung oder Konvektion stattfinden.


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Prof. Dipl.-Ing. Architekt I. Gabriel
Gabriel Architekten
Oldenburg
Weniger Energie ist mehr Komfort - Strategien und Praxisbeispiele zum energieminimierten Bauen
Die Selbstverständlichkeit hinsichtlich eines sparsamen Energieverbrauches von Wohngebäuden ist nicht sonderlich ausgeprägt. Es wird Zeit, dass die energetischen Komponenten eines Gebäudes nicht mehr über den groben Daumen zusammengestellt werden. Die Baukosten eines Gebäudes, nach wie vor die dominante Größe, sind in den letzten 10 Jahren stabil geblieben. Der Anstieg der Betriebskosten hat sich dagegen im gleichen Zeitraum um fast 50% erhöht.
Wohnfläche und Ausstattung steigen weiter kontinuierlich, von daher ist es nicht einzusehen, dass für energiesparende Maßnahmen kein Geld verfügbar sein sollte.
Es gilt also, die Attraktivität energieminimierter Gebäude besser zu vermitteln: wärmer, heller, bessere Luft und dauerhaft kostengünstiger....


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Dipl.-Ing. G. Siegmon
Stadtwerke
Eckernförde
Moderation und Schlusswort
Günther Siegmon, Energieberater der Stadtwerke Eckernförde, hat als Gründer der Eckernförder Wärmeschutztage und der Eckernförder Solartage über viele Jahre die überregional bekannte und geschätzte Fachtagung entscheidend geprägt. Auch in diesem Jahr hat er die Organisation der Fachtagung unterstützt und wird die Moderation und das Schlusswort übernehmen.


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